Prozessfotografie

Kurz gesagt: Ich fange Bilder ein und zeige sie. Daraus entsteht ein Prozess.

Ich nutze die Fotografie als Interventionsmethode, indem ich Ihnen ein Foto aus Ihrem Umfeld zeige und frage: „Wie wirkt das auf Sie, was Sie da sehen?“ und „Was zieht Ihre Aufmerksamkeit an, wenn Sie dieses Bild sehen?“

Wichtig: Das Foto dient nicht als Beweisstück für einen Sachverhalt, eine These oder eine Einschätzung. Es fungiert vielmehr als Anstoß für Assoziationen, die dem Bild eine jeweils individuelle und kurzfristige Bedeutung geben. Jede/r Einzelne sieht genau das, was gerade für sie/ihn wichtig ist. Wir sprechen dann nicht über den Inhalt oder die Person auf dem Bild, sondern über Phänomene, Rollen oder Stimmen, die hier gerade für einen Moment sichtbar werden.

Bilder wirken sehr stark. Das beschleunigt und intensiviert die Arbeit in Teams und Organisationen, es lockert auf, belebt und öffnet eine neue Dimension. Außerdem macht es Spaß.

Einige Möglichkeiten, die die Prozessfotografie bietet:

  • Heiße Eisen anfassen und benennen. Im Bild lässt sich einfangen, was sonst nicht gehört wird.
  • Mit geführten Assoziationen arbeiten, um einen unter der Oberfläche schlummernden Prozess anzuregen.
  • Träume und Visionen, Zukunft und Potenziale wecken.
  • Emotionen wie Freude und Stolz in Unternehmen sichtbar machen.

Prozessfotografie heißt für mich als Fotograf und Facilitator auch: aktives Zuhören, Intuition, Sensibilität, Respekt, tiefe Demokratie und, ja: Liebe. Prozessfotografie braucht Kreativität, Wissen, Erfahrung –  und den Mut, genau hinzusehen.